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Programmvorschau

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den kommenden Veranstaltungen. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Adresse: Kirche St. Heinrich und Kunigund, Simon-Meister-Straße 1 (Schillplatz), 50733 Köln.
Lageplan

5. April 2020


17 Uhr
Eintritt 10 €

Entfällt: Deutsch-Iranischer Musikabend

Duo Celsant

Poolad Torkamanrad Santor
Katharina Hoffmann Cello

Orientalische Rhythmen, Harmonien persischer Musik, aber auch Klänge aus Minimal Music, Ambient und westlicher klassischer Musik – all das verbindet das Duo Celsant in seiner Musik auf ganz eigene Art;

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auf den Instrumenten Santoor und Cello. Im Jahr 2012 gründeten Poolad Torkamanrad (Santoor) und Katharina Hoffmann (Cello) das Duo Celsant in Köln. Ihre Stücke sind aus gemeinsamen Improvisationen entstanden, in denen sich genreübergreifend verschiedene musikalische Einflüsse mischen. Komplexe, effektvolle Rhythmen wechseln sich ab mit stimmungsvollen repetitiven Klängen. Immer wieder scheinen die kulturellen Wurzeln der beiden Musiker in den Stücken durch, persische traditionelle Musik sowie verschiedene westliche Musikrichtungen. Dabei ist ihre Musik stets experimentell und spielerisch.

Poolad Torkamanrad, anfang der 80er Jahre in Teheran geboren, hat mit acht Jahren begonnen Musikunterricht in Santoor zu nehmen. Nach dem Abitur studierte er an der „Art University of Iran“ das Fach „Iranische Musik“ mit dem Schwerpunkt „Santoor“ als Bachelor. Schon im Instrumentalunterricht zuvor lernte er die iranischen traditionellen „Dastgahs“ und „Radifs“. Ebenso begann er schon vor dem Unistudium „Setar“ zu lernen. Im Studium kamen „Tonbak“ und „Klavier“ hinzu und nach dem Studium E-Bass. Als er die Teheraner Kunstuniversität absolviert hatte, kam er nach Deutschland, um sein Studium im Fach „Musikwissenschaft“ mit dem Schwerpunkt „Musikethnologie“ fortzusetzen. Eins seiner Nebenfächer war Musikpädagogik. Im Alter von 15 Jahren begann er im Iran Santoor zu unterrichten. Diese Arbeit begleitete ihn auch während seines Studiums sowohl im Iran als auch in Deutschland. Da er selber das Santoorspiel in Verbindung mit iranischer Musiktheorie erlernt hat, ist es ihm selbst ein großes Anliegen im Instrumentalunterricht die Praxis mit Theorie zu verknüpfen. Er hat sowohl Erfahrung im Unterrichten von Kindern/Jugendlichen als auch Erwachsenen, von Anfängern bis Fortgeschrittene. Mehrmals hat er in Bonn Workshops gegeben zum Thema Santoorspiel, Musikgeschichte und Tonleitern des Orients, Rhythmustheorie und Praxis. Von Anfang an interessierte er sich, wie man traditionelle iranische Musik mit anderen Musikrichtungen verbinden kann. Sei es die europäische klassische Musik, seien es harmonische Skalen anderer Musikkulturen oder aber Einflüsse aus dem Jazz-Rock Bereich – Seine Leidenschaft war immer diese Musik auf Santoor zu spielen.

So ergab sich die Musikalische Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Musikern im Laufe der Zeit. Z.B. „Duo Santoor“ (besteht aus zwei Santoorspielern), zunächst in Teheran gegründet aber in Europa fortgeführt; seit 2011 „Celsant“, das aus „Santoor“ und „cello“ besteht, zwei jähriges Projekt „Seshanbeha Santoor“, in dem wöchentlich eine von ihm eingespielte Musikaufnahme als Video und Audio auf Youtube, SoundCloud, und weiteren soziale Netzwerke veröffentlicht wurde, und so weiter. Mit seiner Aktivitäten, Konzerte und Musikunterrichte möchte er gerne iranische Musik bzw. das Instrument „Santoor“ in Deutschland, und auch Europa, bekannter machen. Er ist offen für neue musikalische Zusammenarbeit, interkulturellen musikalischen Austausch und experimentelle Projekte.  2018/19 hat er den Zertifikatslehrgang Musikpädagogik für Musiker*innen verschiedener Kulturen bei NRW Landesmusikakademie absolviert.

Katharina Hoffmann, geboren am 24.6.1983, begann das Cellospiel im Alter von neun Jahren in ihrer Geburtsstadt Siegen. Neben ihrem Magisterstudium der Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Freiburg, Florenz und Köln (gefördert durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes; Abschluss: 2007) setzte sie ihre cellistischen Projekte und Studien weiter fort. Unter anderem wurde sie von Klaus-Dieter Brandt (Musica Antiqua Köln), Juris Teichmanis (Freiburger Barockorchester) und Katharina Troe an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln unterrichtet.Ihre Musikprojekte reichen über die musikalische Gestaltung von Lesungen (gemeinsam mit Prof. Detlef Haberland zu Wolf von Niebelschütz 2005 und 2012), die Aufführung zeitgenössischer Werke des Komponisten Emanuele C. Torrente in Florenz im Jahr 2004 bis hin zur Beschäftigung mit Renaissance-Musik (CD-Einspielung der Scherzi Musicali von Claudio Monteverdi 2003 in Weimar u. a. mit Aleksandra und Alexander Grychtolik). Ihre Dissertation über den italienischen Komponisten Luigi Nono (1924-1990) setzt sich mit sozialphilosophischer Deutung seiner Musik und den Zusammenhang zwischen Musik und Macht auseinander. Die Abgabe der Arbeit erfolgte im Jahr 2016 an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Als Gastdozentin war Katharina Hoffmann an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft im Sommersemester 2017 tätig im Fachbereich Musiksoziologie. Seit einigen Jahren stehen interkulturelle Musikprojekte im Zentrum ihres Interesses. Katharina Hoffmann ist seit 2013 Mitglied des Lokanga Köln Quartettes rund um den madagassischen Sänger und Gitarristen Erick Manana, mit dem sie u. a. im Mai 2017 sowie 2018 im Casino de Paris auftrat, 2018 ein Album veröffentlicht hat und den sie im Sommer 2018 auf Konzerttournee in Madagaskar begleitete. Gemeinsam mit Poolad Torkamanrad gründete sie 2011 das Duo Celsant, bestehend aus Cello und Santoor. Das Duo entwickelt eigene Kompositionen und Improvisationen, und bewegt sich zwischen traditioneller persischer Musik, europäischer Klassik, Elementen des Jazz und der Minimal Music. Ziel ist es, die eigene, durch das Repertoire der westlichen klassischen Musik geprägte Spielweise am Cello durch eine orientalische Improvisationskunst zu erweitern, die virtuos mit den harmonischen Leitern (Dastgahs) und dem Fundus an Rhythmen und Melodien umgehen kann. Das Duo Celsant konzertierte u. a. im Ludwig Museum Koblenz, im Kunsthaus Troisdorf, in der Emmaus-Kirche in Bonn sowie in den Welträumen in Köln. Katharina Hoffmann ist Cellolehrerin an der Freien Waldorfschule Oberberg. Anregungen, die sie aus ihrer Beschäftigung mit Weltmusik und der Musikpraxis anderer Kulturen ziehen konnte, setzt sie auch pädagogisch um: neben dem sukzessiven Vorgehen gemäß der klassischen Celloschulen legt sie großen Wert auf freies improvisatorisches Spiel und spontanen experimentellen Ausdruck am Instrument. Außerdem arbeitet Katharina Hoffmann in der Verwaltung der Rochusmusikschule Köln und veröffentlicht wissenschaftliche Texte zu musikphilosophischen Themen sowie Neuer Musik.

12. April 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Entfällt: Schwarz / Heid Duo

CD - Release: Helligkeit

Ferdinand Schwarz Trompete, Flügelhorn Darius Heid  Klavier

Die beiden jungen Musiker Ferdinand Schwarz und Darius Heid erschaffen in ihrem eingespielten Duo eine einzigartige Musik, die besonders viel Raum erzeugt und zeitlose Landschaften malt.

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Im Laufe der Zeit haben sie eine eigene musikalische Sprache entwickelt, deren Grenzen sie in einem sehr persönlichen Dialog ständig aufs Neue hinterfragen. So beziehen sie Einflüsse aus Minimal, Neuer & Elektronischer Musik in ihr Programm, welches ausschließlich aus Eigenkompositionen besteht.
Das Duo wurde bei der ‚Bundesbegegnung Jugend jazzt 2017‘ mit dem Studiopreis des DLF ausgezeichnet und erhielt den Förderpreis der UDJ, sowie einen Solistenpreis. In Koproduktion mit dem Deutschlandfunk haben sie im renommierten Kammermusiksaal in Köln ihr erstes Album ‚Helligkeit‘ (FLOAT Music) aufgenommen, das sie an in diesem Konzert präsentieren. Ferdinand Schwarz, 1997 geboren und aufgewachsen in Köln, begann im Alter von sieben Jahren Trompete zu spielen, dann Klavier und später begann er Musik am Computer zu produzieren. Seit 2016 studiert er an der Musikhochschule Köln unter anderem bei Andy Haderer (WDR Big Band), Hubert Nuss und Niels Klein. In seinen Projekten befasst er sich mit einem breitem musikalischem Spektrum von traditional und modern Jazz über Hip Hop und Pop bis hin zu freier Improvisation, sowie auch elektronischer Musikproduktion. Neben vielen kleineren Besetzungen ist er in verschiedenen Big Bands, wie auch dem BundesJazzOrchester tätig, mit dem er Konzertreisen unter anderem in die USA, Kanada, Israel und den Balkan unternahm. Daneben tourt er seit 2014 regelmäßig mit der Band AnnenMayKantereit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. In dem Wettbewerb "Jugend Jazzt" wurde er in Solo- und Combowertung mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Zudem gewann er mit dem Pianisten Darius Heid auf der Bundesebene des Wettbewerbs eine
Albumproduktion mit dem Deutschlandfunk, sowie einen Solistenpreis. Ferdinand Schwarz ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums.

Darius Heid, geboren 1999 in Aachen, ist ein deutscher Pianist und Komponist. Heid erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von 5 Jahren. Als Kind sang er einige Jahre im Aachener Domchor und begann eigene Stücke zu komponieren als er 8 Jahre alt war. Er hörte Jazz, Funk, Klassische und Indische Musik und begann schließlich mit seinem neuen Klavierlehrer mehr über Jazz zu lernen. Im Alter von 16 Jahren studierte er bereits als Jungstudent Jazz-Klavier an der Musikhochschule in Köln bei Jürgen Friedrich. Neben zahlreichen eigenen Bandprojekten war er Mitglied des
Landesjugendjazzorchester Hessen und wirkte an einer CD-Produktion mit. Konzertreisen führten ihn bis nach Kanada, Litauen und Dänemark.
Sein festes Duo mit dem Trompeter Ferdinand Schwarz wurde 2017 bei der Bundesbegegnung „Jugend Jazzt“ mit dem 1. Preis (Preis des Deutschlandfunks) sowie dem Förderpreis der UDJ ausgezeichnet. Ihre CD 'Helligkeit' erscheint Anfang 2020 bei FLOATMusic. Zudem erhielt Heid den
Solistenpreis der „Werner Richard – Dr. Carl Dörken. Stiftung“. Bei Jugend Komponiert 2017 erzielte er einen 1.Preis. Sein musikalisches Schaffen ist breit gefächert: Mit 'Introducing' stellt seine Hiphop Band Bokoya die deutsche Beat-Szene auf den Kopf und mit dem eher zeitgenössisch
orientiertem Quartett, bestehend aus 2 Kontrabässen und 2 Klavieren, ist eine weitere CD in Produktion. Heid lebt derzeit in Köln und studiert an der Hochschule für Musik und Tanz Köln u.a. bei Prof. Hubert Nuss.

19. April 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Entfällt: Nuances

Jazz, Klassik, Weltmusik

Denis Schmitz Gitarre

In seinem aktuellen Programm Nuances mischt der junge Gitarrist Elemente aus Jazz, Klassik sowie Weltmusik und lässt neben seinem Stamminstrument, der 6-saitigen Konzertgitarre, auch der 7-saitigen Gitarre sowie einer eigens für ihn entworfenen Bariton-Gitarre eine tragende Rolle zukommen.

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Hierbei kreiert er zwischen bezaubernden Melodien und aufbrausender Virtuosität seinen ureigenen Sound. Besonders bei seinen Eigenkompositionen bezieht er neben verschiedenen Spielstilen und Instrumenten eine Vielzahl an Effektgerätschaften mit ein, um seiner künstlerischen Vision Ausdruck zu verleihen und das Publikum jedes Mal aufs Neue in seinen Bann zu ziehen. Freunde der Gitarrenmusik dürfen sich also auf einen abwechslungsreichen und mitreißenden Konzertabend freuen.Denis Schmitz wurde 1989 in Essen geboren und erhielt seine gitarristische Ausbildung an der Folkwang Musikschule bei Barbara Habig, Thomas Hanz und Richard Preinbergs. Zum Wintersemester 2010 nahm er das Studium der Konzertgitarre bei Professor Gerhard Reichenbach an der HfMT Ko?ln / Standort Wuppertal auf und schloss dies 2014 mit dem Bachelor of Music sowie 2016 mit dem Master of Music mit Bestnote ab. Weitere Anregungen erhielt er auf Meisterkursen bei Gitarrengro?ßen wie beispielsweise Roberto Aussel, Marcin Dylla, Aniello Desiderio, Pavel Steidl, Judicael Perroy, Peter Fischer und Markus Wienstroer. Neben zahlreichen Erfolgen auf Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs Jugend Musiziert sowohl an der Konzert- als auch an der E-Gitarre, geho?rte er zudem 2014 zu den Preistra?gern des renommierten Barmenia Musikpreises der Stadt Wuppertal. Mittlerweile blickt der junge Gitarrist auf u?ber 200 absolvierte Konzerte in ganz Deutschland, unter anderem im Alfried-Krupp-Saal der Philharmonie Essen sowie beim Internationalen Bergischen Gitarrenfestival 2016, zuru?ck. Zudem brachte ihn seine internationale Ta?tigkeit 2018 zum Festival Internacional Guitarrea in Guayaquil, Ecuador, wo er als Ku?nstler und Pa?dagoge wirkte. Anfang des Jahres 2016 erschien seine erste Solo-CD Sons do Brasil, auf welcher er sich den verschiedenen Facetten der brasilianischen Gitarrenliteratur widmet. Im Frühling 2020 wird sein neues Album Nuances erscheinen, das erstmals auch einige seiner Eigenkompositionen enthalten wird. Seit 2017 wirkt Denis Schmitz als Gitarrenlehrer an der sta?dtischen Musikschule in Mo?nchengladbach.

26. April 2020


17 Uhr
Eintritt 10 €

Entfällt: OBOENMUSIK- Éclats Romantiques

CD-Präsentation mit Werken u.a. von Mendelssohn, Bruch, Dranishnikova, Fauré, Carreño, Taj?evi?

David Walter Oboe
Yasna Brandstätter Englischhorn
Magdalena Dus Klavier

Der französische Oboist, Professor und Dirigent David Walter spielt zusammen mit Yasna Brandstätter und Magdalena Dus eigene Arrangements

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von Werken der großen Komponisten sowie neu entdeckte zeitgenössische Stücke von Komponisten aus Südosteuropa. Die Musik die im Konzert gespielt wird, ist bereits im Kölner Musikverlag MVB unter der Edition "oboenwelt collection" als Noten und CD erschienen.
www.oboenwelt.de

3. Mai 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Komponistenabend

Marin Limic, Klavier solo

Der Pianist Marin Limic spielt eigene Klavierstücke. Kompositionen sind teilweise während des Studiums an der Kölner Musikhochschule entstanden. Einige Stücke sind im Notenalbum "Skladbe za klavir" enthalten.

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Der Konzertpianist und Komponist MARIN LIMIC (1985), hat sowohl die Grundschulausbildung als auch die mittlere Reife an der Musikschule „Josip Hatze“ erworben, wo er in der Klasse der Pädagogin und Konzertpianistin Jadranka Garin gewesen ist. 2003 begann er zunächst ein Studium an der Musikakademie in Zagreb in der Klasse der Professoren ?. Stanetti und L. Pogoreli?. 2010 beendete er sein Studium bei Prof. Arbo Valdma an der Musikhochschule in Köln mit dem Erwerb des Studiendiploms. Sein Talent und seine frühen Erfolge blieben auch in Kroatien nicht unentdeckt, so dass er während seiner Studienzeit Stipendiat der Stadt Solin, der Gemeinde Klis und der Region Splitsko-Dalmatinska wurde. Das Repertoire von Marin Limic umfasst Werke von Bach, Scarlatti, Haydn, Mozart, Beethoven, Chopin, Liszt, Debussy, Ravel, Prokofjev, Berg, Papandopulo und anderen, sowie Eigenkompositionen. Ferner hat er zahlreiche Solokonzerte gegeben und ist auch, unter der Leitung der Dirigenten P. Dešpalj, M. Tarbuk und I. Lipanovi?, von Orchestern begleitet worden. Im kroatischen Musikinstitut (HGZ) spielte er Konzerte, welche vom kroatischen Radio aufgezeichnet wurden. 2015 erschien sein Notenalbum mit CD “Kompositionen für Klavier”, welches von Ka?i? & Sidra Music herausgegeben wurde. 2016 spielte er Konzerte, welche den Titel “Konzerte der vergessenen Melodien” trugen, wo er selten und nie aufgeführte Stücke kroatischer und internationaler Komponisten aufführte. Er arrangierte mehrere Lieder der EDM Musik für das Klavier um und spielt diese auf seinen Konzerten. 2018 erschien seine zweite CD “Klaras Film”. Diese CD entstand in Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Künstlern.

10. Mai 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

R(h)einklang im Veedel

Veedelschor Nippes & Chor R(h)einklang

Das Ensemble R(h)einklang, Leitung Martin Kovermann, ist zu Besuch und trifft den Veedelschor Nippes, Leitung Marius Jürgens. Gemeinsam präsentieren sie aktuelle und zeitlose Popmusik im Chorgewand.

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Der Chor R(h)einklang ist ein junges gemischtes Vokalensemble und wurde von einer Gruppe Ehemaliger des Kölner Jugendchor St. Stephan vor über 10 Jahren gegründet. Die Mitglieder, derzeit 10 Sängerinnen und Sänger, bringen langjährige Gesangserfahrung mit unterschiedlichen Schwerpunkten mit, die vom Chorleiter Martin Kovermann seit 2010 gekonnt vereint werden. Das Ensemble widmet sich vorrangig moderner Chorliteratur/ Ensembleliteratur: Das breitgefächerte Repertoire umfasst zeitgenössische A-cappella-Stücke  und mehrstimmig arrangierte Pop-Songs mit Klavierbegleitung ebenso wie aktuelle geistliche Literatur.

Der Veedelschor Nippes wurde im April 2018 von Marius Jürgens nach einem Aufruf in der Facebookgruppe „Nippes“ gegründet. Das Repertoire reicht von Evergreens auf Deutsch und Englisch wie "Junimond" oder "Eternal Flame" über kölsches Liedgut wie das zum Chornamen passende "En unserem Veedel" bis hin zu aktuellen und neueren Popsongs wie "Applaus, Applaus" (Sportfreunde Stiller) oder "Somewhere Only we know" (Keane).

17. Mai 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Klangexperimente

Zeitgenössische Musik für Blockflöte 

Student*innen der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Leitung Prof. Kerstin de Witt
                                                                                                            

Ohren öffnen für bislang ungehörtes, Neugierde und Lust wecken auf zeitgenössische Musik für Blockflöten, spielen mit dem Klang im Raum, das alles wollen wir, die Blockflötenklasse der Hochschule für Musik und Tanz, mit diesem Programm erreichen.

Bestehende Kompositionen sollen im Kirchenraum an verschiedenen Positionen erklingen. Mal ist es ruhig, mal sehr expressiv und energisch,

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mal mit Effekten versehen, solistisch oder im Ensemble, aber immer Blockflöte pur. Mit ihrem reichen zeitgenössischen Repertoire, kann die Blockflöte auf unterschiedlichste Art Gefühle ausdrücken, Experimente zulassen und die verschiedensten Klänge erzeugen. Die Studierenden spielen bekannte und unbekannte Werke, die ein hohes spieltechnisches Niveau erfordern. Immer wieder neue Spieltechniken mischen sich mit bereits Bekanntem, sei es der Einsatz von Effektgeräten, das Spiel auf zwei Instrumenten gleichzeitig oder der Einsatz der Stimme als eigenständiges Instrument.

Die Künstler*innen

Chia-Ying Chuang (Taichung/Taiwan, *1991) studierte zunächst Klavier im Bachelor of Music an der Nationalen Chiayi Universität in Taiwan. 2014 schloss sie seinen Bachelor im Hauptfach Blockflöte an der Musikhochschule Köln bei Prof. Ursula Schmidt-Laukamp mit der Note “sehr gut” ab und seit 2019 studiert sie bei Prof. Kerstin de Witt Master of Music - Solo & Ensemble. Zuvor erhielte sie in Taiwan Unterricht bei Bie-Zong Chang und Li-Bin Wang. Meisterkurse und Workshops besuchte sie u.a. bei Bart Spanhove, Lucia Mense, Erik Bosgraaf, Peter Holtslag und Susanne Fröhlich. Sie hat für den Deutschlandfunk aufgenommen und spielte Konzerte in verschiedenen Ländern wie Norwegen, Belgien,Taiwan, Niederlande und Deutschland. Außerdemwurde sie mehrfach beim Taiwan National Musikwettbewerb mit Preisen in der Kategorie Blockflöte Solo ausgezeichnet.

Sonja Fricke hat im Alter von 6 Jahren angefangen, das Blockflötenspiel zu erlernen. Nach 12 Jahren musikalischer Ausbildung an der Musikschule (zuletzt bei Meike Herzig) begann sie im Wintersemester 2019/20 ihr Musikstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Kerstin de Witt. Auf ihrem Weg hat sie bereits zahlreiche Preise verliehen bekommen und sowohl solistisch als auch in verschiedenen Kammermusikformationen erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen. Gefördert wurde sie u. a. durch das Kammermusikzentrum NRW und die Lianne Franzky Stiftung.

Alina Loewenich begann 2015 ihr Studium im Konzertfach Blockflöte bei Prof. Carsten Eckert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, welches sie im Sommer 2019 mit Auszeichnung abschloss. Zuvor studierte sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof.in Ursula Schmidt-Laukamp Blockflöte, wo sie Ihre künstlerische Ausbildung im Bachelor of Music durch die Studiengänge Instrumentalpädagogik und Elementare Musikpädagogik ergänzte und alle drei Fächer ebenfalls mit Auszeichnung absolvierte.  Alina gewann als Solistin bei der Nordhorn Recorder Competition 2019 (DE) den 2. Preis und wurde mit ihrem Ensemble opia sowohl bei der Tel Aviv Recorder Competition 2019 (ISR), als auch beim diesjährigen Concorso di Musica Antica „Maurizio Pratola“, L’Aquila (ITA)ebenfalls mit einem 2. Preis ausgezeichnet. Alina ist Stipendiatin der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung und war an Produktionen der Radiosender WDR 3,  Ö1 und Bayrischer Rundfunk beteiligt. Seit Herbst 2019 studiert Alina Loewenich den Master of Music in der Interpretation zeitgenössischer Musik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. David Smeyers.

Janna Maria Schneider (*03.12.2001) hat nach Ablegung des Abiturs im Oktober 2019 das Musikstudium in der Blockflötenklasse von Prof. Kerstin de Witt an der HfMT Köln begonnen. In den Jahren davor hatte sie Unterricht bei Meike Herzig in Bonn und konnte sowohl solistisch, als auch in kammermusikalischen Konstellationen mehrere erste Bundespreise bei Jugend Musiziert sowie internationale Auszeichnungen gewinnen; so wurde sie im vergangenen Jahr zweite Preisträgerin der ERPS Biennale in Bozen. Darüber hinaus wurde ihr Duo „flüt à dö“ mit Sonja Fricke mit dem Kammermusikförderpreis NRW 2017 und dem Ensemblepreis ihrer Kategorie bei den Open Recorder Days 2019 ausgezeichnet. Gefördert wurde sie durch das Kammermusikzentrum NRW und die Langenbach-Stiftung.

Michèle Wolter, geboren 1992, erhielt ihre ersten musikalischen Impulse in ihrer Schulausbildung und wurde ab 2000 zunächst privat, später an der Städtischen Musikschule Bonn bis 2012 im Fach Blockflöte bei Meike Herzig unterrichtet. Die Freude am gemeinsamen Musizieren, das Interesse vor allem für Alte Musik und für historische Instrumente (Blockflöte) führten sie schließlich an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo sie bei Prof. Ursula Schmidt-Laukamp und seit Oktober 2019 bei Prof. Kerstin De Witt zunächst den Studiengang Schulmusik abschloss und zusätzlich den Bachelor of Music „Historische Instrumente“ mit dem Hauptfach Blockflöte belegte. Nebenbei schloss sie das Bachelor und Master-Studium für das Lehramt in den Fächern Deutsch und Sport an der Universität zu Köln sowie an der Deutschen Sporthochschule Köln ab und absolvierte im Frühjahr 2020 ihr Referendariat. Seit 2008 wirkt sie an zahlreichen Projekten und musikalischen Gestaltungen mit. Ihr künstlerisches Schaffen erstreckt sich von der musikalischen Unterstützung als Instrumentalsolistin in diversen Konzerten, Gottesdiensten und Messen, der Teilnahme an Wettbewerben bis hin zur Mitwirkung an der Opernproduktion „Rinaldo“ und „Xerxes“ von G. F. Händel an der Oper Bonn.

Das Bux Ensemble wurde in seiner ursprünglichen Besetzung 2016 unter dem Namen „Bux Quartet“ gegründet. Der Name „Bux“ entstand mit dem Gedanken an das Holz Buchsbaum (boxtree), aus dem viele Instrumente des Ensembles gebaut sind. Seit 2019 setzt das Ensemble seine Arbeit in der Basis als Blockflötentrio fort in der Besetzung mit Wei Hung, Chia-Ying Chuang und Franziska Salker. Derzeit studieren sie zusammen im Master of Music - Ensemble, Blockflöte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Kerstin de Witt und Prof. Leonard Schelb. In der Besetzung als „Bux Quartet“ arbeitete das Ensemble bereits zusammen mit den Komponisten Ferdinand Grätz und Wim Henderickx und erhielt ab Mai 2018 eine Förderung vom Verein Live Music Now-Köln e.V. Neben einer Konzertreise nach Taiwan, gefördert vom Goethe-Institut Taipei, spielte Bux zwei Fringe Konzerte beim Utrecht Early Music Festival 2019. In der neuen Besetzung setzt das Ensemble weiterhin seinen Schwerpunkt auf die Verbindung des Repertoires der Renaissance, dem Barock, bis hin zur zeitgenössischen Musik. Die Zusammenarbeit mit Komponist*innen ist für sie ein wichtiges Anliegen, ebenso wie die Erweiterung der Besetzung mit verschiedenen Musikern und Instrumenten. Dabei steht im Fokus, neue Klangwelten und -möglichkeiten zu erforschen und die Instrumente ebenso im historischen Kontext klingen zu lassen.

31. Mai 2020


17 Uhr
Eintritt 10 €

Liedsommer 2020

Crossover-Programm
vom klassischen Lied bis Rammstein

Esther Valentin  Mezzosopran
Konstantin Paganetti  Bariton
Anastasia Grishutina Klavier

Klassische Lied-Literatur von Brahms, Schumann und Mendelssohn trifft auf Musik von Moritz Eggert, William Bolcom und Rammstein. Ein Abend voller Liebe, Eifersucht, Angst und viel Humor

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in den verschiedensten Konstellationen. Die drei Künstler*innen sind bzw. waren Studierende der Liedakademie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Mit "Crossover" spricht das Trio bewusst auch Interessierte an, die sich nicht direkt für Klassik interessieren. Sie gehen einen musikalischen Bogen über alle Gattungsgrenzen mit dem sie schon an anderen Orten Publikum begeistert haben.

Esther Valentin, Mezzosopran
Die junge Mezzosopranistin Esther Valentin studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in den Gesangs- und Liedklassen von Prof. Mario Hoff und Prof. Ulrich Eisenlohr. In einer Musikerfamilie aufgewachsen, tritt sie seit ihrer Kindheit regelmäßig auf. Großen Einfluss auf ihren stimmlichen Werdegang hatte der Unterricht zunächst bei ihrem Vater Michael Valentin und später bei der Sopranistin Monica Pick-Hieronimi. Neben der studentischen Ausbildung erhält sie wertvolle musikalische Impulse unter anderem von Brigitte Fassbaender, Graham Johnson, Benjamin Appl, Thomas Quasthoff, Wolfram Rieger, Michael Gees, Axel Bauni, Ruth Ziesack, Stefan Irmer, Birgit Remmert, Klesie Kelly-Moog, Dalia Schaechter, Renée Morloc und Christine Oelze.

Konstantin Paganetti, Bariton
Eine intensive musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit den jungen Pianist*innen Anastasia Grishutina und Toni Ming Geiger, mit denen er neue Konzertformate entwickelt und so klassisches Liedrepertoire einem breiten Publikum präsentieren möchte. Zusammen mit Anastasia Grishutina gewann er 2019 den Förderpreis des Paula Salomon-Lindberg-Wettbewerb „DAS LIED“. Im gleichen Jahr debütierte er mit einem inszenierten Liederabend mit Toni Ming Geiger und Elena Harsányi beim Festival für Alte Musik Knechtsteden. Seit dem Wintersemester 2015/16 studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Gesang bei Christoph Prégardien und ist seit Sommer 2017 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Anastasia Grishutina, Klavier widmet sich sehr erfolgreich und mit besonderer Intensität dem Kunstlied. Es ist ihr auch ein großes Anliegen russisches Liedrepertoire in Deutschland aufzuführen und dem hiesigen Publikum besser verständlich zu  machen. Im September 2018 gewannen die Mezzosopranistin Esther Valentin und Anastasia Grishutina den 1. Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund (III. LiedDuo Wettbewerb 2018). Außerdem wurde Anastasia Grishutina der Sonderpreis für die beste Liedpianistin verliehen. 2019 CD-Produktion mit Esther Valentin bei dem Label GWK-Records als Co-Produktion mit dem SWR Baden-Baden. Seit 2016 studiert sie Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Ulrich Eisenlohr und Prof. Stefan Irmer. Dort korrepetiert sie in den Gesangsklassen.

7. Juni 2020


17 Uhr
Eintritt 10 €

Rouzbeh Asgarian's FLYING TO PERSIA.

ROUZBEH ASGARIAN ENSEMBLE

Ryan Carniaux Trompete
Peter Heidl Altflöte, Sopran Sax
Benjamin Stein Santoor, Oud, Rubab, Tar Stefan Rey: Bass
Simon Tressin Percussion
Rouzbeh Asgarian Gitarre, Komposition

Instrumente aus Persien und dem Mittleren Osten erzeugen einen besonderen orientalischen Klang, den man selten im jazz-Kontext zu hören bekommt.

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Benjamin Stein spielt das Santur (verwandt mit dem Hackbrett) und die Kurzhalslaute Oud. Dazu kommen Schlagzeug, Bass, Altflöte, und eine orientalische Rahmentrommel als weitere Noten in einer Sammlung sinnlicher Kompositionen. Die beiden dominierenden Leadinstrumente E-Gitarre und Trompete vervollständigen das perfekte, orientalische Jazzerlebnis. Feiner Jazz, Klänge aus Asgarians persischer Heimat kombiniert mit rockigem Sound bilden eine unvergleichliche Melange, die die Zuschauer auf eine ferne Reise nach 1001 Nacht entführt.

Im Alter von 6 Jahren ist Rouzbeh Asgarian mit seiner Familie aus dem Iran nach Deutschland ausgewandert. Der Vater, ein Theater- und Filmregisseur, konnte nach der islamischen Revolution nicht mehr frei arbeiten und fand in Aachen eine neue Heimat und die Möglichkeit seine Arbeit uneingeschränkt nachzugehen. Rouzbeh, dessen erste große Liebe der Rock war, schnupperte auf den Sets seines Vaters erste Bühnenluft. Schon als Kleinkind wirkte er in Film- und Theaterproduktionen mit. Die zweite große Liebe packte ihn als er 16 Jahre alt war. Als Teenie entdecke Rouzbeh den Jazz und George Benson wurde sein Vorbild. Am Conservatorium von Maastricht studierte er unter dem Gitarren Virtuosen Norbert Scholly Jazz-Gitarre. Während seines Studiums gründete der Komponist und Gitarrist seine eigene, international besetzte Band, „die anspruchsvolle Jazz-Metrik mit melancholischen persischen Melodien verknüpft, dabei aber auch den Rock und Groove nicht vernachlässigt.“*

Peter Heidl geboren 1958 in Weilburg (Deutschland). 1977 Abschluss am Humboldt-Musik-Gymnasium in Köln gemacht. Mit der Gruppe Yamambo 1980 Gewinner des Rundfunkpreises des WDR, startete er seine musikalische Karriere. Später folgten Tourneen mit internationalen Künstlern, wie Dariush, Leila, Bijam Mortezar, Cem Caraca, Marla Glen u.a. Mit Ebi , einem der erfolgreichsten persischen Sänger tourt er seit 30 Jahren durch die Welt. Mit ihm und dem „London Symphony Orchestra“ spielte er 2010 in der Royal Albert Hall. Mit seinem Bruder Brahm Heidl gründete er 1996 das persische Crossover Projekt „Brother to Brother“ feat. Roxana, woraus 3 CD ? entstanden. 24 Jahre lang war er Prinzipal beim weltweit erfolgreichsten Musical „Starlight Express“ in Bochum. Hat unter anderem mitgewirkt bei vielen Theater und Musical Produktionen wie: Saturday Night Fever, Miami Nights, La Cage... Neben diversen Live Mitschnitten in TV und Radio, begleitet er seit 2011 Matthias Schriefl, den Gewinner des Deutschen Jazz Preises, auf Tourneen in Europa.

Nachdem Benjamin Stein sich in seiner Kindheit und frühen Jugend zunächst vor allem mit Gitarre, Bass und Schlagzeug beschäftigte und autodidaktisch erlernte, entwickelte er schon bald eine Faszination für diverse Musikkulturen. Sein Fokus lag dabei vor allem auf der Musik des Mittleren Ostens und Osteuropas, so dass er sich verstärkt Instrumenten wie Santur, Tar, Oud, Robab, Dotar, Tambur, Ba?lama und Akkordeon zuwendete. Das Zusammenspiel mit zahlreichen Musikern, u.a. persischen, afghanischen, türkischen, kurdischen, aserbaidschanischen und indischen Ursprungs bereicherte seinen musikalischen Kosmos. Seit 2015 studiert er Oud mit Schwerpunkt auf türkische und arabische Musik in Mannheim und Rotterdam unter den Hauptfachdozenten Yurdal Tokcan, Samir Mansour und Alexandros Papadimitrakis. Unterricht besuchte er auch u.a. bei Hossein Alizadeh, Negar Bouban, Hossein Pishkar und Ross Daly. Neben zahlreichen Auftritten in Deutschland - solo sowie mit diversen Projekten - fanden auch schon Darbietungen in Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz, Italien, Iran und Aserbaidschan statt. Kompositorisch und als ausübender Musiker ist Benjamin Stein zudem in Theater- und Filmmusik tätig.

Prof. Carniaux geb. 1980 in New York City, Professor für Trompete an der Universität für Musik Volkwang in Esssen, spielte bereits als Jugendlicher Trompete in verschiedenen Bands, unter anderem im Jazzorchester von John Allmark. Mit einem Stipendium studierte er von 1998 bis 2002 am Berklee College of Music in Boston bei Tiger Okoshi, Greg Hopkins, Phil Wilson, Ken Cervenka. 2003 zog er nach Europa und absolvierte von 2005 bis 2007 ein Masterstudium "Jazz Trompete" am Conservatorium Maastricht, Niederlande. Neben seiner Hochschultätigkeit arbeitet Carniaux als freiberuflicher Trompeter und ist in verschiedene Projekte und CD-Aufnahmen involviert. Mit seiner eigenen Band brachte er 2011 die CD "Reflections of the Persevering Spirit" heraus. Weitere Touren und Projekte, zum Beispiel das 2014 zusammen mit Mark Egan und Karl Latham produzierte Album "Constellations, the Björk Project", sind auf seiner Website www.ryancarniaux.com aufgeführt. Carniaux hat bereits mit vielen bekannten Jazzgrößen aus Europa und den USA gespielt, darunter Manfred Schoof, Gerd Dudek, Wolfgang Lackerschmid, Alexander von Schlippenbach, Misha Mengelberg, David Liebman, Jerry Bergonzi, Mark Murphy und Douglas Sides. Prof. Carniaux unterrichtet seit vielen Jahren als Gastdozent im In- und Ausland sowie an Musikschulen und als Referent internationaler Workshops.

Stefan Rey begann schon als Jugendlicher mit dem Jazz-Kontrabassspiel. Früh war er bei diversen Wettbewerben erfolgreich, unter anderem gewann er den Solistenpreis des „MeerJazz Big Band Concours“ und wurde 2016 zur Endrunde des internationalen Jazz Bass Wettbewerbs beim BassEU Kongress in Prag eingeladen. 2014 schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik in Köln bei Dietmar Fuhr und Dieter Manderscheid im Fach Jazz-Kontrabass mit Bestnote ab. Er ist fester Bestandteil diverser Bands unter anderem bei Erna Rot, dem Hot Club de Cologne und als Bandleader bei Radius und hat bei zahlreichen CD-Produktionen mitgewirkt. Darüber hinaus hat Stefan Rey 2019 bei mehreren Produktionen der WDR BigBand mitgewirkt und unter anderem mit Vince Mendoza, Becca Stevens, Michael Mossman und Bert Joris gearbeitet.

Simon Tressin ist Perkussionist und Schlagzeuger, der an Fusion beider Instrumente arbeitet. Er studierte von 2009 bis 2013 orientalische Perkussion im Ritm Hanesi Istanbul bei Großmeister Misirli Ahmet (AKA Ahmet Yildirim). Er unternahm Studienreisen nach Ägypten und Bulgarien sowie nach Ungarn und nahm an zahlreiche Meisterkurse in Rahmentrommeln bei Zohar Fresko und Yshai Aftermann (Israel) teil. In Kairo lernte er Darbuka bei lokalen Größen wie z.B. bei Hani Morgan und unternahm Reisen in den Sinai um mit Beduinen und internationalen Musikern dort zu musizieren und die natürliche Akustik der Felsschluchten in der Stille der Wüste aufzusuchen. Die Fusion von orientalischer Rhythmik und Jazz und den jeweiligen progressiven Strömungen steht im Fokus seines Schaffens. Er ist Percussionist und Schlagzeuger bei Maryam Akhondy (Chanson und Jazz aus Iran), Urbantix (Streetart show), Ritmoscope (Wold-Jazz-Fusion), Nicolas Schwabe Quintett (jazz), Brotfabrik Chor Bonn, Drawsy Maggie (irish folk Rock) sowie TV- und Rundfunkprodukionen. Zur Zeit Unterrichtet Simon Tressin u.a. an der TOL Akademie in Köln und arbeitet an der Veröffentlichung eines Lehrbuches für Darbuka und Rahmentrommeln.

14. Juni 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Cangiante / Kontrastklänge

Kölner Blockflötentrio Bux Ensemble 

Wei Hung                    
Franziska Salker
Chia-Ying Chuang 

Das Kölner Blockflötentrio Bux Ensemble spielt Werke aus der Renaissance, dem Barock und der zeitgenössischen Musik. Cangiante (übersetzt "schillernd") ist eine Technik in der Malerei aus der Renaissancezeit. In der Renaissance war die Vielfalt und Verfügbarkeit von verschiedenen Farben begrenzt, sodass durch die Technik Cangiante neue Kontraste geschaffen werden konnten.

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Durch das Hinzufügen bestimmter Farben wurde es möglich, eine originale Farbe in hellere und dunklere Töne zu verändern und so eine neue Bandbreite an Farbmöglichkeiten zu kreieren. Auch die Blockflöte ist im Zusammenspiel ein Instrument, das besonders vielfältige Kombinationstöne erklingen lässt. Ganz im Sinne der Cangiantewerden in diesem Konzert verschiedene Kontrastklänge zu hören sein.

Das Bux Ensemble wurde in seiner ursprünglichen Besetzung 2016 unter dem Namen „Bux Quartet“ gegründet. Der Name „Bux“ entstand mit dem Gedanken an das Holz Buchsbaum (boxtree), aus dem viele Instrumente des Ensembles gebaut sind. Seit 2019 setzt das Ensemble seine Arbeit in der Basis als Blockflötentrio fort in der Besetzung mit Wei Hung, Chia-Ying Chuang und Franziska Salker. Derzeit studieren sie zusammen im Master of Music - Ensemble, Blockflöte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Kerstin de Witt und Prof. Leonard Schelb. In der Besetzung als „Bux Quartet“ arbeitete das Ensemble bereits zusammen mit den Komponisten Ferdinand Grätz und Wim Henderickx und erhielt ab Mai 2018 eine Förderung vom Verein Live Music Now-Köln e.V. Neben einer Konzertreise nach Taiwan, gefördert vom Goethe-Institut Taipei, spielte Bux zwei Fringe Konzerte beim Utrecht Early Music Festival 2019. In der neuen Besetzung setzt das Ensemble weiterhin seinen Schwerpunkt auf die Verbindung des Repertoires der Renaissance, dem Barock, bis hin zur zeitgenössischen Musik. Die Zusammenarbeit mit Komponist*innen ist für sie ein wichtiges Anliegen, ebenso wie die Erweiterung der Besetzung mit verschiedenen Musikern und Instrumenten. Dabei steht im Fokus, neue Klangwelten und -möglichkeiten zu erforschen und die Instrumente ebenso im historischen Kontext erklingen zu lassen.

Chia-Ying Chuang (Taichung/Taiwan, *1991) studierte zunächst Klavier im Bachelor of Music an der Nationalen Chiayi Universität in Taiwan. Seit 2014 studiert sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Blockflöte bei Prof. Ursula Schmidt-Laukamp und seit 2019 bei Prof. Kerstin de Witt. Zuvor erhielt sie in Taiwan Unterricht bei Bie-Zong Chang und Li-Bin Wang. Chia-Ying Chuang wurde mehrfach beim Taiwan National Musikwettbewerb mit Preisen in der Kategorie Blockflöte Solo ausgezeichnet. Meisterkurse und Workshops besuchte sie unter anderem bei Bart Spanhove, Lucia Mense, Erik Bosgraaf, Peter Holtslag und Susanne Fröhlich.

Wei Hung (Taipei/Taiwan, *1992) studierte Blockflöte am Conservatorium van Amsterdam (bei Erik Bosgraaf, Jorge Isaac) und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (bei Ursula Schmidt-Laukamp). Derzeit studiert sie in Köln im Master Neue Musik bei Prof. David Smeyers. Sie hat Preise bei Wettbewerben in Japan, Taiwan und Deutschland gewonnen und zahlreiche Meisterkurse besucht. Wei Hung hat als Solistin mit verschiedenen Orchestern gearbeitet: the Netherlands Radio Chamber Philhar-monic, the Netherlands Chamber Orchestra, Symphony Orchestra of the University of Guanajuato, Cuypers Youth String Orchestra, Sweelinck Baroque Orchestra Amsterdam und Luthers Bach Ensemble. Neben ihren Alte Musik Aktivitäten, arbeitet sie häufig mit Komponisten dieser Generation zusammen.

Franziska Salker (Zell-Mosel/Deutschland, *1995) studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Bachelor of Music Blockflöte bei Prof. Ursula Schmidt-Laukamp. Seit 2019 studiert sie im Master Instrumentalsolistin Blockflöte an der Universität der Künste Berlin bei Dr. art. Susanne Fröhlich und Prof. Christoph Huntgeburth. Um ihre Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten am Instrument stetig zu erweitern, arbeitet Franziska Salker neben ihren Tätigkeiten in der Alten und Zeitgenössischen Musik außerdem in einem interdisziplinären Kollektiv. Meisterkurse und Workshops besuchte sie bei Myriam Eichberger, Lucia Mense, Erik Bosgraaf, David Rabinovich und Carsten Eckert.

21. Juni 2020


17 Uhr
Eintritt Spende

Archaischer Klang trifft Neue Musik

Albrecht Maurer
Solokonzert mit gotischer Fidel,  Violine, Stimme und Klavier

Ein Solo Konzert mit Albrecht Maurer ist eine Seltenheit. Er spielt die Violine, die es seit ca. 300 Jahren gibt, dann in einer Gegenüberstellung die gotische Fidel, deren Bauweise weitere 300 Jahre älter ist. Auf dem Spiel steht Maurer´s Spiel, mal brüchig, mal poetisch, mal wild, mal fragil.

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Als unerwarteten Moment nutz Maurer die Stimme und jüngst auch das Klavier, um unerhörtes zu gestalten.

Zitat:
„Ich bin mit musikalischem Fernweh aufgewachsen, und die unterschiedlichsten musikalischen Sprachen wurden vorübergehend zu einer neuen Heimat. Heute gleicht meine Suche nach Identität der Aufgabe, die verschiedenen persönlichen Wurzeln zu einer eigenen wandelbaren Sprache zu formen. Diese zeichnet sich durch große Flexibilität aus, durch Offenheit, durch Kommunikationsbereitschaft.“

Der vielseitige Violinist und Fidelvirtuose Albrecht Maurer ist ein Wanderer zwischen den Welten. Er bringt aus den entlegensten Winkeln seiner Klangreisen oftmals überraschend neue Erkenntnisse mit. Albrecht Maurer ist eine feste Größe in der NRW Musikszene, die weltweit vernetzt und aktiv ist.  Durch seinen vollen Fidelklang hat er sich auch eine außerordentliche Position in der Szene für mittelalterliche Musik erworben. Er ist langjähriges Mitglied des weltweit aktiven Pariser Ensembles Dialogos unter Katarina Livljanic, arbeitet regelmäßig im Duo mit Norbert Rodenkirchen, Bassem Hawar, Theo Jörgensmann oder Kerstin de Witt.

 „Weit entfernt von jedem gequälten Mischmasch oder Multikulti, formt er bewegende Stimmungen von warmer Melancholie, sinnlicher Kraft bis zur ekstatischen Entäußerung, oft am Rande reiner Abstraktion. Maurers technisch herausragendes Spiel enthält eine energetische Kraft und Dynamik, die Spannung aus meditativer Konzentration, Hingabe und grenzenloser musikalischer Neugier produziert.“  Neue Musik Zeitung Michael Scheiner